Vernehmlassungen

2022

Vernehmlassung zum kantonalen E-Government-Gesetz

Die Dachorganisationen der Wirtschaft Graubünden unterstützen gemeinsam mit den Branchenverbänden Gastro Graubünden und Bergbahnen Graubünden die Einführung einer gesetzlichen Grundlage für die Zurverfügungstellung von digitalen Behördenleistungen, fordern aber im Rahmen der Vernehmlassung noch Anpassungen des kantonalen E-Government-Gesetzes.

Keine Notwendigkeit für Mutterschaftsurlaub für hinterbliebene Väter

Die HKGR lehnt die vorgesehene Umsetzung der Parlamentarischen Initiative für einen Mutterschaftsurlaub für hinterbliebene Väter ab. Da die Arbeitgeber bereits heute generell gesetzlich dazu verpflichtet sind, auf die besondere Situation ihrer Mitarbeitenden mit Familienpflichten Rücksicht zu nehmen, bedarf es aus Sicht der HKGR aus grundsätzlichen Überlegungen keiner Einführung eines neuen Urlaubs für den hinterbliebenen Elternteil.

Zulassungserleichterung für Drittstaatangehörige mit Schweizer Hochschulabschluss

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken unterstützt die HKGR - gemeinsam mit ihren beiden Dachverbänden economiesuisse und Schweizerischer Arbeitgeberverband - eine Erleichterung der Zulassungsvoraussetzungen von ausländischen Absolvent:innen. Als gesuchte Fachkräfte sollen aber auch die Absolvent:innen von eidgenössisch anerkannten Bildungsgängen der höheren Fachschulen (Diplom HF) unter die Auslegung von Art. 30 Abs. 1 lit. m AIG fallen.

Positionspapier zur kantonalen Wasserkraftstrategie

Mit einem Positionspaper nimmt die HKGR gemeinsam mit den weiteren Dachorganisationen der Wirtschaft Graubünden (DWGR) Stellung zur Wasserkraftstrategie des Kantons Graubünden sowie zu den durch die Regierung gestellten Grundsatzfragen. Die Botschaft zur kantonalen Wasserkraftstrategie wird in der Februarsession 2022 durch den Grossen Rat behandelt.

2021

Vernehmlassung zur Teilrevision des KNHG

Gemeinsam mit den weiteren Dachorganisationen der Wirtschaft Graubünden nimmt die HKGR Stellung zum Teilrevisionsentwurf des kantonalen Natur- und Heimatschutzgesetzes. Die HKGR begrüsst die Einführung einer Einsprachemöglichkeit gegen den Aufnahmeentscheid in das kantonale Bauinventar für Grundeigentümer:innen, fordert aber die Ansiedlung der Einspracheinstanz beim vorgesetzten Departement und eine tatsächliche Umsetzung der zugrundeliegenden parlamentarischen Aufträge, indem die Inventarisierung auf das Notwendige beschränkt wird.

Positionspapier "Green Deal für Graubünden"

Mit einem Positionspapier nehmen die Dachorganisationen der Wirtschaft Graubünden Stellung zum Aktionsplan "Green Deal für Graubünden". Beim Bündner Green Deal sollte ein zukunftsgerichtetes Wirtschaftsprogramm im Fokus stehen, mit neue Technologien und Prozessen, welche die natürlichen Ressourcen weniger belasten und die nachhaltige Wirtschaft von morgen begünstigen. Graubünden hat hier viel Potenzial.

Das neue Jahresarbeitszeitmodell ist ein Schritt in die richtige Richtung

Die HKGR stimmt der in Vernehmlassung befindlichen Flexibilisierung der Arbeits- und Ruhezeiten grundsätzlich zu. Das neue Jahresarbeitszeitmodell soll aber nicht nur Unternehmen in den Bereichen Beratung, Wirtschaftsprüfung oder Treuhand offenstehen, sondern sämtlichen Branchen.

Covid-19: Lageentwicklung in den Spitälern und weiteres Vorgehen

Aus Sicht der HKGR ist die Erweiterung des Geltungsbereichs für das Covid-Zertifikat nachvollziehbar, wenn so eine Überlastung der Spitäler und ein weiterer Lockdown verhindert werden kann. Die Ausdehnung der Zertifikatspflicht soll (auch im Winter) nur als Ultima Ratio eingeführt werden, wenn eine Überlastung des Gesundheitssystems mit allergrösster Wahrscheinlichkeit droht. Vorab soll die unternehmerische Freiheit gelten.

Vernehmlassungsantwort zum Beitritt zur revidierten IVöB

Die Dachorganisationen der Wirtschaft Graubünden unterstützen im Grundsatz den Beitritt des Kantons Graubünden zum revidierten IVöB. Neben einer Harmonisierung der rechtlichen Grundlagen ist für die Bündner Wirtschaft auch eine Harmonisierung im Vollzug von Bedeutung. Ziel der Vorlage muss die Stärkung des fairen Wettbewerbs mit gleich langen Spiessen sein. Dringenden Ergänzungsbedarf sehen die DOWG entsprechend zu Art. 29 IVöB.

Teilrevision des kantonalen Personalgesetzes

Eine moderne, leistungsfähige und schlanke Verwaltung braucht qualifiziertes und motiviertes Personal. Der Anpassungsbedarf soll aber nicht ausschliesslich über eine Anspruchserweiterung, sondern vornehmlich über eine Flexibilisierung der bestehenden Arbeitsbedingung und somit kostenneutral erfolgen. Insbesondere die generelle Erhöhung des Ferienanspruchs für kantonale Angestellte jüngeren und mittleren Alters lehnen die DOWG – ohne entsprechende Kompensation und Budgetneutralität – entschieden ab.

Aufhebung der Industriezölle – die Position der Wirtschaft

Die Wirtschaft unterstützt die Aufhebung der Industriezölle und die Vereinfachung der Zolltarifstruktur. Die Industriezollaufhebung bringt Schweizer Unternehmen (insb. KMU) und dem Gewerbe eine wichtige finanzielle und administrative Entlastung. Davon profitieren auch die Konsumenten/-innen. Die Einnahmeverluste in der Bundeskasse werden durch den Wohlfahrtsgewinn überkompensiert.

2020

2019