Dossier für eine mögliche Energiemangellage


Das Zusammenfallen verschiedener, teilweise miteinander verbundener Ereignisse wie der Ukrainekrieg, die Reduktion russischer Gaslieferungen nach Europa, AKW-Ausfälle in Frankreich, die geringen Niederschlagsmengen, etc. hat die Wahrscheinlichkeit einer Energiemangellage auch in der Schweiz erhöht. Eine Energiemangellage im kommenden Winter ist entsprechend ein realistisches Szenario, das es mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern gilt.
 
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Hier finden Unternehmen laufend die aktuellen Entscheide, Massnahmen und Informationen zu einer möglichen Energiemangellage.

 


29. September 2022 - Kanton Graubünden strebt 15 % Energieeinsparungen in der Verwaltung an 

Die kantonale Verwaltung ergreift Energiesparmassnahmen und strebt mit einem dreistufigen Massnahmenplan eine Reduktion des gesamten Energieverbrauchs der kantonalen Gebäude von mindestens 15 Prozent an. Zudem sollen mit dem energieeffizienteren Einsatz der Arbeits- und Mobilitätsmittel weitere Einsparungen erzielt werden.

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27. September 2022 - Aufzeichnung Webinar zur Energieversorgung in Graubünden

Die Strompreise sowie die drohenden Mangellagen im Winter belasten Unternehmen und Bevölkerung. Die HKGR hat gemeinsam mit den weiteren Dachorganisationen der Wirtschaft Graubünden und in Zusammenarbeit mit der ibW Höhere Fachschule Südostschweiz ein Webinar zum Thema Energieversorgung durchgeführt. Die Aufzeichnung der Veranstaltung steht auf der Webseite der DWGR zur Verfügung.

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Referenten und Präsentationen:

Die Aufzeichnung des Webinars steht auf der Webseite der DWGR zur Verfügung.


23. September 2022 - Der Bundesrat empfiehlt die Umschaltung von Zweistoffanlagen und gibt Pflichtlager frei

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 23. September 2022 offiziell die Empfehlung für die Umschaltung von Zweistoffanlagen ausgegeben. Die Umschaltung möglichst vieler Zweistoffanlagen ist ein wichtiger Schritt zur Verringerung des Gasverbrauchs und zur Vorbeugung einer Mangellage. Unternehmen, die dadurch mehr CO₂ oder Luftschadstoffe ausstossen, sollen vor Sanktionen geschützt bleiben. Dies wurde bereits am 16. September 2022 durch eine Änderung der Luftreinhalteverordnung und der CO₂-Verordnung festgelegt. Gleichzeitig gibt der Bundesrat die Mineralöl-Pflichtlager frei, um die Versorgung in den kommenden Wochen und Monaten zu gewährleisten.

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22. September 2022 - Stellungnahme der Wirtschaft zu den Verordnungsentwürfen für den Fall einer Gasmangellage

Gas ist für den Wirtschaftsstandort Schweiz ein zentraler Energieträger und Grundstoff. Für die Mehrheit der produzierenden Unternehmen und auch für viele Firmen im Dienstleistungssektor wäre eine schwere Gasmangellage existenzbedrohend. Entsprechend begrüsst die HKGR gemeinsam mit ihrem Dachverband economiesuisse, dass die Verordnungen für den Ernstfall endlich vorliegen. Schnelle Rechts- und Planungssicherheit ist für die Firmen entscheidend. Dennoch werden die Verordnungsentwürfe den betrieblichen Realitäten der Schweizer Wirtschaft leider kaum gerecht. Es besteht entsprechend an vielen Stellen Anpassungsbedarf.

Zur Stellungnahme von economiesuisse 


20. September 2022 - Online-Umfrage zur Energieversorgung in Graubünden

Gemeinsam mit den weiteren Dachorganisationen der Wirtschaft Graubünden führt die HKGR bei Bündner Unternehmen eine Online-Umfrage zum Thema Energieversorgung durch. Mit einer Teilnahme tragen Sie dazu bei, dass wir ein klareres Lagebild erhalten und uns entsprechend gegenüber Politik und Verwaltung für die Anliegen der Bündner Wirtschaft einsetzen können.

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Die Umfrage erfolgt anonym, dauert ca. 12 - 14 Minuten und kann bis am 10. Oktober vorzugsweise durch ein Mitglied der Geschäftsleitung ausgefüllt werden. Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

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31. August 2022 - Winter-Energiespar-Initiative des Bundes

Die Situation an den Energiemärkten ist angespannt. Die Schweizer Unternehmen leiden unter hohen Strom- und Gaspreisen und das Damoklesschwert einer Mangellage hängt über Europa. Das sind aussergewöhnliche Herausforderungen, die aussergewöhnliche Reaktionen erfordern. Darum unterstützt die HKGR gemeinsam mit economiesuisse die heute präsentierte Winter-Energiespar-Initiative des Bundes. Wirtschaft, Gesellschaft und Politik müssen am gleichen Strick ziehen. Die Botschaft ist klar: Wenn alle einen Beitrag leisten, kommen wir ohne Ernstfall durch den Winter. Interessierte Unternehmen, Organisationen und Verbände finden auf der Website weitere Informationen und Kampagnen-Material zum Download.

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26. August 2022 - Die Strompreise steigen massiv – was tun?

Mit einem 7-Punkte-Programm will die Wirtschaft der Energiekrise entgegenwirken und die schlimmstmögliche Wendung verhindern. 

Die steigenden Strompreise treffen Private und Unternehmen hart, oft ist von einer regelrechten «Strompreisexplosion» zu lesen. Für vormals gesunde Unternehmen kann die Produktion plötzlich unrentabel werden, besonders bei energieintensiven Unternehmen. Die Wirtschaft schlägt in der aktuellen Situation sieben ausgewogene Massnahmen vor, um einerseits den gravierendsten Auswirkungen der Energiekrise zu begegnen und andererseits adverse Effekte zu vermeiden. Die Situation entwickelt sich jedoch fortlaufend und die Risikolage kann sich schnell verändern. Eine kontinuierliche Re-evaluation und flexible Anpassung der Massnahmen ist geboten.

Zum 7-Punkte-Programm der Wirtschaft


22. August 2022 - www.mangellage.ch - neue Plattform für die Vorbereitung auf eine mögliche Energiemangellage

Die Schweizer Wirtschaft lanciert eine neue Plattform in Vorbereitung auf eine mögliche Energiemangellage, welche die Schweizer Unternehmen bei der Vorbereitung des Ernstfalls unterstützen soll.

Das neue Portal www.mangellage.ch bietet Ihnen Informationen rund um eine mögliche Energiemangellage. Neben aktuellen Informationen zur Versorgungslage und zu den geltenden Rahmenbedingungen sind auch Beratungen und Unterstützung für die Vorbereitung auf den Winter möglich.

Das Portal unterteilt sich in einen öffentlichen sowie in einen Bereich für registrierte Nutzer (ab 1. September 2022). Registrierte Nutzer erhalten gegen einen Jahresbeitrag Zugriff zu den wichtigsten Kennzahlen, Diagrammen, Indikatoren zur aktuellen Marktsituation der Energieträger Strom und Erdgas. Weiter wird die Einschätzung zu einer möglichen Energiemangellage aufgezeigt.

In einer zweiten Phase wird eine Handelsplattform für Kontingente aufgeschaltet. Die Handelsplattform wird für alle registrierte Nutzer automatisch freigeschaltet.

Zum Portal www.mangellage.ch


17. August 2022 - Kanton Graubünden setzt Teilstab "Sicherheit Energieversorgung" ein

Der Kanton Graubünden bereitet sich im Rahmen einer Eventualplanung auf eine mögliche Strom- und/oder Gasmangellage vor. Er setzt dazu den Teilstab "Sicherheit Energieversorgung" des Kantonalen Führungsstabs ein. Dieser übernimmt die Koordination mit dem Bund, den nationalen Gremien, der Energiebranche und den Gemeinden.

Die Reduktion von russischen Gaslieferungen nach Europa beeinträchtigt die Energieversorgung in ganz Mitteleuropa. Da neben der Verwendung als Heizenergie grosse Gasmengen in Europa thermisch zu Elektrizität umgewandelt werden, ist damit zu rechnen, dass die Stromproduktion in den betroffenen Ländern sinken wird. Ebenso steht aktuell ein bedeutender Teil der Kernkraftwerke in Frankreich still, sodass die Stromproduktion in Europa deswegen noch weiter reduziert wird. Es sind damit Kapazitäten zur Stromproduktion und Strommengen in Nachbarländern betroffen, die insbesondere in den Wintermonaten als Herkunftsländer für den Import von Strom in die Schweiz wichtig sind. Die geringen Niederschlagsmengen im vergangenen Winter und die aktuelle Trockenheit in der Schweiz könnten ferner dazu führen, dass auch weniger einheimischer Strom aus Wasserkraft produziert werden kann. All diese Umstände können zu einer Strom- und/oder Gasmangellage führen. 

Um den potenziell anstehenden Anforderungen begegnen zu können, hat die Bündner Regierung den Teilstab «Sicherheit Energieversorgung» des Kantonalen Führungsstabs unter der Führung des Amts für Militär und Zivilschutz (AMZ) beauftragt, seine Arbeiten aufzunehmen bzw. die laufenden Arbeiten weiterzuführen.

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