SECO erhöht Wachstumsprognose für 2026
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) erwartet für 2026 ein Wachstum von 1,7 Prozent. Im Juni war es noch von 0,9 Prozent ausgegangen. Grund ist unter anderem ein starker Anstieg bei Pharma und Chemie im zweiten Quartal. Für das zweite Halbjahr erwartet das SECO eine Gegenbewegung.
Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes rechnet laut der Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) mit einem Wachstum von 1,7 Prozent für das laufende Jahr. Damit reagiert sie auf ein kräftiges Wachstum von 1,5 Prozent allein im zweiten Quartal.
Die Hälfte des Wachstums geht auf Pharma und Chemie zurück. Dessen starke Wertschöpfung wurde von einem starken Anstieg des Exports begleitet. Die Expertengruppe geht davon aus, dass es im zweiten Halbjahr zu einer Gegenbewegung kommen wird. Tatsächlich liess ein Rückgang der Pharma- und Chemieexporte laut einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) die Schweizer Exporte im August um 17,2 Prozent einbrechen.
Die Expertengruppe sieht für das laufende Halbjahr aufgrund der unsicheren geopolitischen Lage sowohl Aufwärts- als auch Abwärtsrisiken. Die konjunkturelle Erholung könne international stärker werden. Der Konflikt im Mittleren Osten könne über hohe Ölpreise aber auch die Konjunktur belasten und die Inflation über die erwarteten 0,6 Prozent treiben.
Für 2027 rechnet die Expertengruppe derzeit mit einem Wachstum von 1,6 Prozent und einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent auf 3,0 Prozent.