Schweiz mit Rekord bei Firmengründungen - Graubünden mit leichtem Rückgang
2025 markiert einen neuen Spitzenwert bei den schweizweiten Firmengründungen. Laut der Erhebung des IFJ Instituts für Jungunternehmen sind im vergangenen Jahr 55'654 Neugründungen (+5.1% zum Vorjahr) registriert worden. Der stärkste Zuwachs erfolgte in der Zentralschweiz, Graubünden hat mit 1'168 Neugründungen einen leichten Rückgang (-0.8% zum Vorjahr) zu verzeichnen - dabei gilt es jedoch zu beachten, dass im Jahr 2021 die 1'000er Grenze seit 2014 zum ersten Mal wieder überschritten wurde und sich seither entsprechend auf konstant hohem Niveau befindet.
Am häufigsten wird in der Schweiz die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) als Rechtsform gewählt, doch die Aktiengesellschaft wird bei Gründenden immer beliebter und landet mit einem Wachstum von knapp 10 Prozent auf Platz zwei der Rechtsformen. Thematisch sind die Gründungen breit gefächert: Die fünf häufigsten Branchen sind Beratung, Handwerk, Immobilienwesen, B2B- und B2C-Dienstleistungen sowie Architektur und Ingenieurwesen. Die Diversität neuer Firmen unterstreicht die Dynamik der Gründungslandschaft und ist ein positives Signal für eine weiterhin stabil funktionierende Volkswirtschaft.

Bewegung prägt die Schweizer Unternehmenslandschaft
Die Schweiz bleibt auch im Jahr 2025 ein Land mit hoher Gründungsaktivität. Im Durchschnitt der letzten 10 Jahre wurden jährlich 48'019 neue Firmen ins Schweizerische Handelsregister eingetragen. Mit 55'654 Neugründungen verzeichnet das Jahr 2025 das höchste Niveau und liegt mit +15.9 % deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre.
Nach mehreren Rekordjahren zeigt sich eine dynamische Entwicklung: Wo viele neue Unternehmen entstehen, verschwinden auch mehr Bestehende wieder vom Markt. Diese Bewegung ist Ausdruck einer lebendigen Wirtschaft, die sich an Veränderungen anpasst und auf neue Chancen reagiert. Hohe Gründungs- und Konkurszahlen stehen damit nicht im Widerspruch, sondern zeigen die stetige und auch wichtige Erneuerungsfähigkeit des Schweizer Unternehmertums. Für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sind verlässliche Rahmenbedingungen entscheidend.
Standortattraktivität Graubünden
Die schweizweit positive Entwicklung der Neugründungen und die damit verbundene Arbeitsplatzentwicklung sieht die HKGR auch als Chance für den Kanton. Auch vor diesem Hintergrund richtet die HKGR ihre Arbeit gezielt auf die nachhaltige Standortentwicklung Graubündens aus. Im Zentrum aller Aktivitäten steht die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Graubünden. Ziel ist es, Innovationen gezielt zu fördern, Marktvorteile für Unternehmen zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit des Kantons kontinuierlich weiterzuentwickeln. Konkret wird zum Beispiel mit dem Projekt "Green-Tech Graubünden" das in Graubünden bestehende Wachstumspotenzial bezüglich grüner Technologien aktiv genutzt und ausgebaut.