Schweiz gibt Spitze der Wettbewerbsfähigkeit an Asien ab

Die Schweiz ist nur noch Nummer drei bei der Wettbewerbsfähigkeit. Neu steht Singapur in der Rangliste des IMD oben, gefolgt von Hongkong. Die Schweiz hat namentlich bei der Wirtschaftsleistung verloren. Sie muss angesichts des wachsenden Protektionismus den Zugang zu Märkten sichern.

Die Schweiz hat ihren Spitzenplatz in der Rangliste der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften nach nur einem Jahr wieder verloren. In der vom International Institute for Management Development (IMD) in Lausanne jährlich herausgegebenen Liste kommt die Schweiz nur noch auf Platz drei, hinter Singapur und Hongkong.

Die Schweiz hat namentlich bei der Wirtschaftsleistung verloren. Das IMD sieht sie hier nur noch auf Platz 37, während sie im vergangenen Jahr noch auf Platz 13 stand. Bei der Effizienz von Regierung und Verwaltung liegt sie dagegen immer noch auf Platz 1, ebenso wie bei der Infrastruktur. Auch bei der Effizienz der Unternehmen kann sie ihren sechsten Platz halten.

Das IMD sieht die grössten Herausforderungen der Schweiz in der Sicherung eines nachhaltigen Wachstums angesichts des Protektionismus und der Schwächung des multilateralen Handelssystems. Die Schweiz müsse ihren Zugang zu ausländischen Märkten verbessern und diversifizieren. Zudem müsse sie ihre unternehmensfreundliche Regulierung sichern und den Wettbewerb im Binnenmarkt stärken. Auch die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen und des Rentensystems müsse gestärkt werden.

Singapur als bestplatzierte Volkswirtschaft punktet mit guter Wirtschaftsleistung (Platz 3) und der Effizienz der Unternehmen (Platz 1 nach Platz 8 vor einem Jahr). Auch die Effizienz von Regierung und Verwaltung (Platz 3) sowie die Infrastruktur (Platz 5) werden hoch bewertet. Auch Hongkong punktet in allen vier Kriterien sehr gut.

Zu den Aufsteigern gehören in der Spitzengruppe auch Taiwan, das neu Platz 4 in der Rangliste nach Platz 6 im Vorjahr einnimmt, die Niederlande (Platz 8 nach Platz 10 im Vorjahr) und die USA (Platz 10 nach Platz 13 im Vorjahr). Auch China (Platz 12, plus 4), Saudi-Arabien (Platz 13, plus 4) , Luxemburg (Platz 14, plus 6) und Malaysia (Platz15, plus 8) machen Boden gut.

Zu den Absteigern gehören neben der Schweiz auch Schweden (Platz 9, minus 1), Katar (Platz 11, minus 2) sowie Kanada (Platz 16, minus 5), Norwegen (Platz 18, minus 6) und Finnland (Platz 19, minus 5).

Insgesamt hat das IMD 70 Volkswirtschaften nach 330 Kriterien bewertet. Die Rangliste wird seit 1989 herausgegeben.

Rangliste der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften