Aktuelle Konjunkturanalyse der Bündner Wirtschaft: robuste Entwicklung im 3. Quartal 2026

Unser neuer Wirtschaftsmonitor liefert aktuelle Einblicke in die kantonale Wirtschaftsentwicklung. Gemeinsam mit der Graubündner Kantonalbank und der Fachhochschule Graubünden publiziert die HKGR künftig zweimal jährlich den Wirtschaftsmonitor Graubünden. Um Bündner Unternehmen aktuelle Entscheidungs- und Orientierungsgrundlagen zu bieten, schliesst der Konjunkturbericht die zeitliche Lücke traditioneller Statistiken und liefert aktuelle Zahlen sowie regionale BIP-Schätzungen. Die aktuelle Herbstausgabe zeigt: die Bündner Wirtschaft hat sich im dritten Quartal 2026 deutlich robuster entwickelt, als die Schweizer Wirtschaft insgesamt.


Erstellt wird der Konjunkturbericht in Zusammenarbeit der HKGR mit der Graubündner Kantonalbank und Prof. Dr. Peter Moser sowie Dr. Adhurim Haxhimusa vom Zentrum für wirtschaftspolitische Forschung (ZWF) an der Fachhochschule Graubünden. Als Grundlage dient das Swiss Regional Economic (Swiss REco) Dashboard mit dem Swiss REco-Index, der monatlich die Wirtschaftsentwicklung in den Schweizer Kantonen basierend auf verschiedenen Echtzeitdaten schätzt. Damit werden eine zeitnahe Einschätzung der Entwicklung des regionalen Bruttoinlandprodukts (BIP) ermöglicht und datenbasierte Orientierungswerte über die Wirtschaftslage geliefert, noch bevor offizielle Jahresstatistiken vorliegen.

Der Wirtschaftsmonitor zeigt die aktuelle Wirtschaftslage im Kanton Graubünden auf und ordnet die wichtigsten Entwicklungen ein.

Ausgabe Herbst 2026: Graubünden trotzt der Konjunkturabkühlung - Tourismus und Binnenwirtschaft als Stützen

Die Herbstausgabe des Wirtschaftsmonitors Graubünden zeigt, dass sich die Bündner Wirtschaft im dritten Quartal 2026 deutlich robuster entwickelt hat als die Schweizer Wirtschaft insgesamt. Der Swiss REco-Index schätzt das Wachstum für Graubünden im dritten Quartal auf rund 2.2 % gegenüber dem Vorjahresquartal, während für die Schweiz nur noch ein Wachstum von rund 0.6 % resultiert. Zwar schwächte sich die Dynamik in Graubünden ebenfalls auf rund 1.2 % ab, insgesamt blieb die Entwicklung jedoch klar überdurchschnittlich. 

Getragen wurde diese Entwicklung von mehreren Bereichen. Die Exporte entwickelten sich insgesamt stabil, die Binnenwirtschaft zeigte sich robust, und auch am Arbeitsmarkt sind mittlerweile Anzeichen einer Stabilisierung erkennbar. Eine besonders wichtige Stütze war der Tourismus. Der Bündner Tourismus dürfte dabei vom heissen Sommer und von einer Verschiebung der Reiseströme im Zuge geopolitischer Unsicherheiten profitiert haben. Die Nachfrage aus der Schweiz und den europäischen Nahmärkten entwickelte sich positiv, ebenso jene aus den USA, während verschiedene asiatische Fernmärkte schwächer abschnitten.

Insgesamt geht Graubünden damit aus einer starken Position in das Schlussquartal 2026. Entscheidend wird sein, ob die robuste Binnen- und Tourismusnachfrage anhält und sich gleichzeitig die exportorientierten Branchen in einem durch Unsicherheiten geprägten weltwirtschaftlichen Umfeld behaupten können.

Konkreter Mehrwert für Bündner Betriebe

Für Bündner Unternehmen schafft dieser aktuelle, datengestützte Konjunkturbericht einen Mehrwert im Geschäftsalltag. Führungskräfte gewinnen wertvolle Zeit, um ihre Unternehmen vorausschauend auf konjunkturelle Veränderungen auszurichten. Statt sich auf nationale Pauschalwerte stützen zu müssen, profitieren Bündner Betriebe so von Kennzahlen, die die tatsächliche Realität des Bündner Marktes abbilden.

Frühere Ausgaben

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