COVID-19: die aktuellen Beschlüsse der Bündner Regierung

Härtefallhilfen für das erste Quartal 2022

Die Bündner Regierung hat die Verordnung für die Härtefallhilfen im ersten Quartal 2022 erlassen. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, damit neue Härtefallhilfen für Unternehmen, welche aufgrund der COVID-19-Epidemie auch noch im Jahr 2022 stark eingeschränkt sind, ausgerichtet werden können

Der Kanton Graubünden hat nun die gesetzlichen Grundlagen und die Voraussetzungen geschaffen, um Bündner Unternehmen auch im Jahr 2022 unterstützen zu können. Als Härtefall gelten Unternehmen, welche bereits in den Jahren 2020 und 2021 einen Umsatzrückgang von über 40 Prozent erlitten haben oder während 40 Tagen im Jahr 2021 schliessen mussten und weiterhin mit ihren Umsätzen ihre Kosten nicht decken können. Diese Unternehmen können eine Unterstützung für die Monate Januar bis März 2022 beantragen, sofern sie in diesem Zeitraum ungedeckte Kosten nachweisen.

Das Departement für Volkswirtschaft und Soziales (DVS) wird zeitnah das Gesuchsformular auf seiner Website aufschalten. Unternehmen mit Sitz in Graubünden, welche die Kriterien des Härtefalls erfüllen, können bis spätestens 15. Juli 2022 ein Gesuch um Unterstützung einreichen.

Alle wichtigen Informationen zu den Voraussetzungen zur Einreichung des Gesuchs sowie zu den Bemessungsgrundlagen sind voraussichtlich ab 16. Mai 2022 ebenfalls auf der Webseite des DVS abrufbar.

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Webseite des DVS


Härtefallhilfen für das vierte Quartal 2021 

Der Kanton Graubünden öffnet das Gesuchsfenster für Härtefallhilfen für das vierte Quartal des Jahres 2021. Bündner Unternehmen, die auch im vierten Quartal 2021 von den Folgen der COVID‑19‑Pandemie stark beeinträchtigt waren, können nun für diese Phase ein Gesuch um Härtefallhilfen einreichen.

Unternehmen mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von bis zu fünf Millionen Franken, welche im vierten Quartal 2021 insgesamt einen Umsatzverlust von mindestens 15 Prozent ausweisen und die weiteren Voraussetzungen erfüllen, können ein Gesuch um finanzielle Unterstützung einreichen. Das Gesuch muss bis spätestens 15. Mai 2022 eingereicht werden.

Alle wichtigen Informationen zu den Voraussetzungen zur Einreichung des Gesuchs sowie zu den Bemessungsgrundlagen sind auf der Webseite des Departements für Volkswirtschaft und Soziales zu finden.


17. Februar 2022: Bündner Regierung hebt Zertifikatspflicht in Gesundheitseinrichtungen auf

Nachdem der Bundesrat die meisten Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie per 17. Februar 2022 aufheben konnte, löst die Bündner Regierung ebenfalls per 17. Februar 2022 die Zertifikatspflicht für Besucherinnen und Besucher von Gesundheitseinrichtungen sowie die Maskenpflicht und Homeoffice-Empfehlung in der kantonalen Verwaltung auf.

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9. Februar 2022: Bündner Regierung hebt kantonale Massnahmen auf und bereitet weitere Härtefallhilfen vor

Die Bündner Regierung stellt eine positive Entwicklung in den Spitälern fest: Trotz rekordhoher Infektionszahlen mit Omikron ist eine Überlastung ausgeblieben und die Belegung der Intensivpflegestationen hat weiter abgenommen. Entsprechend werden die Maskenpflicht in der Volksschule aufgehoben und die Betriebs- und Schultestungen bis auf wenige Ausnahmen im Bereich der Gesundheits- und Betreuungsinstitutionen eingestellt. Zudem bereitet der Kanton Graubünden neue Härtefallhilfen für das vierte Quartal des Jahres 2021 sowie für weitere Monate des Jahres 2022 vor.

Aufhebung der Maskenpflicht an den Volksschulen

Ab dem 10. Februar 2022 wird die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen und privaten Volksschulen aufgehoben. Das freiwillige Tragen einer Schutzmaske ist weiterhin möglich. Für alle anderen Personen gilt in Innenräumen auf den Arealen der Volksschulen eine Maskenpflicht.

Die Maskenpflicht an der Sekundarstufe II gilt bis zur Aufhebung durch den Bundesrat weiter.

Betriebs- und Schultestungen werden bis auf wenige Ausnahmen im Bereich der Gesundheitseinrichtungen eingestellt

Die Omikron-Variante hat die Teststrategie massgebend beeinflusst. Vor dem Hintergrund, dass Ansteckungsketten nicht mehr wirksam unterbrochen werden können, die Lageentwicklung zuversichtlich stimmt und die Laborkapazitäten weiterhin begrenzt sind, werden die Betriebstestungen ab Freitagabend, 11. Februar 2022 eingestellt. Der Kanton wird sich in Kürze mit den beteiligten Unternehmen in Verbindung setzen, um einen Abholtermin für noch vorhandenes Testmaterial zu vereinbaren. Wenn kein Testmaterial mehr vorhanden ist, kann eine Meldung an betriebstests@amz.gr.ch erfolgen. 

Vorbereitung für weitere Härtefallhilfen

Unternehmen mit Sitz in Graubünden, die stark von den Folgen der COVID-19-Pandemie betroffen sind, konnten bis Ende Juni 2021 finanzielle Unterstützung in Form von Härtefallhilfen beantragen. Nun bereitet der Kanton Graubünden wiederum Härtefallhilfen für das vierte Quartal des Jahres 2021 und für weitere Monate des Jahres 2022 vor. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Departements für Volkswirtschaft und Soziales.

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10. Januar 2022: Kanton Graubünden setzt Betriebs- und Schultestungen teilweise aus

Aufgrund der begrenzten Laborkapazitäten und der rasant steigenden Fallzahlen mit der Omikron-Variante, können die Infektionsketten nicht mehr innert nützlicher Frist unterbrochen werden. Ab Dienstag, 11. Januar 2022, setzt der Kanton Graubünden deshalb Betriebstestungen für alle Unternehmen aus, welche nicht zu den Gesundheits- und Betreuungsinstitutionen gehören. Auch die Schultestungen finden vorerst nur noch im Kindergarten sowie in den ersten und zweiten Primarklassen statt.

Mit der zunehmenden Anzahl positiver Poolproben steigt auch der Bedarf nach Nachtestungen. Durch die weitere Ausbreitung von Omikron ist in den kommenden Wochen ausserdem mit einer Zunahme von symptomatischen Personen zu rechnen. Aufgrund der begrenzten Laborkapazitäten bedeutet dies, dass die Auswertung der Testresultate zu Wartezeiten von über 48 Stunden führen. Kann die Zeitdauer von Testabgabe bis Vorliegen des definitiven Resultats und der entsprechenden Isolation nicht massgeblich verkürzt werden, verliert das repetitive Testen seinen ursprünglichen Zweck und Ansteckungsketten können nicht mehr wirksam unterbrochen werden. Aufgrund dieser Entwicklung hat die Bündner Regierung entschieden, die repetitiven Testungen vorläufig auf Gesundheits- und Betreuungsinstitutionen, den Kindergarten sowie erste und zweite Primarklassen zu beschränken. Dies entspricht der Priorisierungsempfehlung des Bundesamts für Gesundheit.

Für alle anderen Unternehmen und Organisationen werden die repetitiven Testungen ab Dienstag, 11. Januar 2022, 12 Uhr, vorläufig ausgesetzt. Ein Plakat  zur Information vor Ort können steht hier zur Verfügung. Bereits ausgeliefertes Testmaterial kann bis auf weiteres aufbewahrt werden.

Dringend notwendige Tests und Testzertifikate werden weiterhin in den bestehenden Teststellen (Testzentren, Apotheken, Hausärzte) angeboten. Die Testzentren finden Sie hier.

Weitere Informationen zu Isolation (positiv getestet Person) und Quarantäne (bei Kontakt mit positiv getesteter Person) finden Sie unter www.gr.ch/coronavirus.  

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4. Januar 2022: Angepasste Quarantäneregeln in Graubünden

Genesene und vollständig Geimpfte sind neu von der Kontaktquarantäne befreit (befristet bewährend 4 Monaten nach der letzten Impfung bzw. Genesung). Für alle anderen Personen gilt: Die Quarantäne entfällt bei Teilnahme an den repetitiven Betriebstestungen Graubünden.

Auf Empfehlung des Bundes hat der Kanton Graubünden die Quarantäneregel angepasst: Genesene und vollständig Geimpfte sind neu von der Kontaktquarantäne befreit (befristet bewährend 4 Monaten nach der letzten Impfung bzw. Genesung).

Für alle anderen Personen gilt: Die Quarantäne entfällt bei Teilnahme an den repetitiven Betriebstestungen Graubünden.

Die aktuell geltenden Quarantäneregeln von Graubünden finden Sie hier
 
Aufgrund von laufenden Diskussionen auf Ebene Bund kann es in nächster Zeit zu weiteren Anpassungen kommen.


21. Dezember 2021: Erweitertes Booster-Angebot in Graubünden

Das Booster-Angebot im Kanton Graubünden wird über die Festtage erweitert. Sämtliche Öffnungszeiten der Impfzentren sind unter www.gr.ch/impfen publiziert. Am 25. und 26. Dezember bleiben die Impfzentren geschlossen.

Walk-in-Impfzentren über die Festtage:

Im Walk-in-Impfzentrum können Impfwillige ihre Schutzimpfung ohne Voranmeldung erhalten. Über die Webseite www.gr.ch/impfen sind fixe Termine auf Voranmeldung erhältlich. Geimpft wird auch in Apotheken und Arztpraxen. Nach dem Entscheid des Bundesrats und der heute erwarteten Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) sind Booster-Impfungen bereits vier Monate nach erfolgter Grundimmunisierung auf Termin (Online-Anmeldung ab 22. Dezember) und im Walk-in-Impfzentrum möglich. In allen Impfzentren im Kanton wird weiterhin vor Ort eine kostenlose Impfberatung für Unentschlossene angeboten.

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29. November 2021: Kapazitätsengpässe beim Bündner Testprogramm

Die Betriebs- und Schultestungen finden in Graubünden eine so hohe Akzeptanz, dass sie an ihre Kapazitätsgrenzen geraten. Der Kanton hat daher Sofortmassnahmen beschlossen, um das Bündner Testprogramm aufrechtzuerhalten. 

Nachdem die Bündner Regierung letzte Woche entschieden hat, die Schul- und Betriebstestungen bis voraussichtlich Ende Wintersaison 2021/2022 weiterzuführen, werden in Graubünden derzeit über 40 000 Tests pro Woche ausgewertet. Die Labors sind schweizweit überlastet, was dazu führt, dass Proben nicht innert nützlicher Frist ausgewertet werden können.

Die Laborkapazitäten des für den Kanton Graubünden arbeitenden Labors werden auf Mitte Dezember 2021 ausgebaut. Um das Bündner Testprogramm bis dahin aufrechtzuerhalten, müssen die Testmengen den bestehenden Laborkapazitäten angepasst werden. Deshalb hat der Kanton Graubünden Sofortmassnahmen für die Schul- und Betriebstestungen beschlossen. Für die Betriebstestungen gelten folgende Anpassungen:

  • Pro Person können bis auf Weiteres auf der Plattform easytesting.ch maximal drei Tests pro Woche durchgeführt werden;

  • Personen mit Symptomen sind gebeten, sich nicht via Betriebstests, sondern an einer offiziellen Teststelle (Testcenter, Hausärztin/Hausarzt oder Apotheke) testen zu lassen;

  • Geimpfte Personen sollen im Rahmen der Betriebstestungen grundsätzlich nicht regelmässig und höchstens einmal pro Woche testen;

  • Kontaktpersonen von angesteckten Personen sollen sich nur noch jeden zweiten Tag testen lassen. Wer in Ausnahmefällen eine höhere Testfrequenz benötigt, soll sich an den Zwischentagen über Schnelltests an einem offiziellen Testcenter testen lassen. Das Testen bei Symptomen ist an jeder Teststelle kostenlos.

  • Die COVID‑Zertifikate aus den Betriebstestungen bleiben bis voraussichtlich Ende der Wintersaison kostenlos. Eine Zustellung des kostenlosen COVID‑Zertifikats aus den Betriebstests binnen 48 Stunden kann allerdings nicht garantiert werden. Personen, welche dringend auf ein Zertifikat angewiesen sind, wird deshalb der Gang an eine Teststelle (Testcenter, Hausärztin/Hausarzt oder Apotheke) empfohlen.

Das Gesundheitsamt bittet um Unterstützung: Dank den regelmässigen Testungen in Schulen und Betrieben gelingt es, Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu unterbrechen. Diese Massnahmen tragen dazu bei, die Entwicklung der Pandemie in Graubünden nachhaltig zu steuern. Ziel der Sofortmassnahmen ist die Aufrechterhaltung der Testprogramme. Gelingt es nicht, die Testmenge zu reduzieren, werden weitere Massnahmen geprüft werden müssen (beispielsweise die Einstellung der kostenlosen Testzertifikate). 

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25. November 2021: Bündner Schutzkonzept für den Winter

Booster-Impfungen, eine Aufstockung der Intensivpflegeplätze und die Weiterführung der Betriebs- und Schultestungen. Der Kanton Graubünden hat mitgeteilt, wie sein Schutzkonzept für den Winter 2021/2022 aussieht.

 

Für die Bewältigung der Coronapandemie im kommenden Winter setzt der Kanton Graubünden auf ein Schutzkonzept. Die Regierung will die Infektionszahlen mit gezielten Massnahmen nachhaltig eindämmen, ohne dass einschneidende Massnahmen wie Verbote das öffentliche Leben wieder einschränken:

  • Booster-Impfung für Personen ab 16 Jahren so rasch als möglich

  • Pop-up-Impfzentrum und zusätzliches IPS-Personal in Chur

  • Fortsetzung der Schul- und Betriebstestungen (inkl. kostenloses Testzertifikat) bis voraussichtlich Ende Wintersaison 2021/2022

  • Weiterführung des Abwasser-Monitoring bis Ende 2022

  • CO2-Messungen in Schulen

  • Unterstützung für den Ausbau von Testkapazitäten durch private Anbieter 

Ziel aller Massnahmen ist es, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern und die für Graubünden wichtige Wintertourismussaison sicher und reibungslos zu gestalten. Angesichts der kritischen Situation erfolgt auch ein Apell, die bekannten Hygienemassnahmen einzuhalten.

Zum Schutzkonzept Winter 2021/2022

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8. Oktober 2021: Graubünden ermöglicht Zertifikate aus Betriebstestungen

Entsprechend dem Entscheid des Bundesrates sind Antigenschnelltests zwecks Erhalt eines Testzertifikats bei asymptomatischen Personen ab dem 11. Oktober 2021 grundsätzlich kostenpflichtig.

Ausnahmen für kostenlose Antigenschnelltests

Kostenlos bleiben Antigenschnelltests für:

  • Personen mit Symptomen (ohne Testzertifikat)
  • Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren
  • Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können (ärztliches Attest erforderlich)
  • Besuchende von Gesundheitseinrichtungen (ohne Testzertifikat)
  • einmalig geimpfte Personen bis zur vollständigen Impfung (spätestens aber bis 30. November 2021)

 

Zertifikate aus Betriebstestungen

Ab dem 12. Oktober 2021 können Personen, die an den Betriebstestungen im Kanton Graubünden teilnehmen, ein Testzertifikat beantragen. Das Testzertifikat wird nach der negativen Auswertung im Labor mit einem Downloadlink via SMS oder Mail zugestellt und ist 72 Stunden (ab Erfassung der Probe) gültig. Diese Testzertifikate sind vorerst bis 30. November 2021 kostenlos.

Über die bestehende Plattform easytesting.ch kann beim Einreichen einer neuen Probe ein Testzertifikat beantragt werden. Zudem muss der Antragsteller bestätigen, dass die Probe von ihm selbst stammt und unter Aufsicht gemacht wurde.

Die Aufsicht ist vom Arbeitgeber sicherzustellen und hat mittels dem "Vieraugenprinzip" zu erfolgen. Beispielsweise können ausgewählte Mitarbeiter die Tests beaufsichtigen oder aber sämtliche Mitarbeiter dürfen die Aufsicht bei der Probeentnahme durchführen, wobei auch eine Videoschaltung über das Smartphone erlaubt ist. Selbstständig erwerbende Einzelpersonen, welche bei den Betriebstestungen mitmachen und daraus ein Zertifikat beantragen möchten, können die Aufsicht einer Privatperson wie dem Partner/der Partnerin übertragen. Bei Missbrauch in Bezug zur Probeabgabe wird dem Betrieb das Recht zum Beantragen von Zertifikaten entzogen.

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